Der Patronen Füllhalter kann

Entweder mit einer sicher verpackten Portionen oder in einem kräftigen Zug – so kommt heute die Tine in den Füllfederhalter, denn mehrere Systeme der Tintenzuführung bzw. –speicherung stehen Ihnen zur Wahl. Da ist zunächst der Kolbenfüllfederhalter mit seinem relativ großen Tintenspeicher, der immer durch Eintauchen von Feder und Tintenleiter aus dem Tintenglas gefüllt werden muss.

Saubere Sache die Patrone

Da dieser Vorgang bisweilen zu blauen Finderspitzen oder Schlimmerem führen kann, hat der Patronenfüllhalter heute die meisten Anhänger. Weil man für ihn die Tinte in sauber verschlossenen Patronen kaufen kann, die leicht einzusetzen und auszuwechseln sind. Weil Tintenpatronen eine sichere, saubere und einfache Befüllmethode darstellen, bei der man kein Tintenglas braucht und trotzdem auf Reisen immer eine zusätzliche Tintenreserve dabeihaben kann. Tintenpatronen gibt es mit allen gebräuchlichen, aber auch in recht exotischen Farbtönungen. Jede Patrone enthält genug Tinte für viele Seiten. Und wenn Sie sich als umweltbewusster Zeitgenosse die Frage stellen, was aus den leer geschriebenen Patronen wird, können wir Sie beruhigen: Tintenpatronenbestehen aus recyclingfähigem Ployethylen (PE). Dieses Material kann wieder einem sinnvollen Zweck zugeführt werden. Aber Sie müssen sich erfreulicherweise bei einem Patronenfüllfederhalter nicht nur auf die Benutzung von Patronen beschränken. Denn diese Bezeichnung beschreibt nur eine der Befüllmöglichkeiten des Füllhalters. Er hat eine zweite gute Seite, die oft wenig bekannt ist. Auch Füllfederhalter finden leicht und wiederholten Anschluss ans Tintenglas, indem Sie einfach einen Tintenkonverter statt der Patrone einsetzen. Dann funktioniert ihr Patronenfüllhalter wie ein Kolbenfüllfederhalter im Mini-Format. Mit einem Patronenfüllhalte entscheiden Sie sich somit für zwei Systeme in einem. Eine praktische Sache. Auf Reisen benutzen Sie Patronen; am heimischen Schreibtisch, wenn das Tintenglas in der Nähe ist, setzen Sie den Konverter ein.

Der Tintenleiter
Ein winziger Beitrag zur Harmonisierung der Naturgesetze

„Mehr sein als scheinen“, diese heute leider aus der Mode gekommene Devise steht unsichtbar auf dem kleinen schwarzen Teil jedes Füllhalters, das unter der Feder aus dem Griffstück ragt. Es steht in enger und doch lockerer Verbindung zur Feder und wird meist als Tintenleiter oder zusammen mit der Feder als Federaggregat oder Tintenleitsystem bezeichnet. Techniker würden es auch als „Regelstrecke und Speichersystem für Tintenfluss und Luftzufuhr“ bezeichnen.

Die Bändigung der Tinte

Damit sind die Aufgaben des Tintenleiters angedeutet: Er sorgt mit Zuverlässigkeit dafür, dass die Tinte in genau der Menge aufs Papier sickert, die Ihre Handschrift erfordert. Er gewährleistet, dass der Füllfederhalter seine Tinte mit Sicherheit bei sich behält, wenn Sie nicht mit ihm schreiben. Er ist mitverantwortlich dafür, dass Ihr Füllfederhalter immer sofort anschreibt, wenn Sie die Feder aufs Papier setzen.

 Er dient beim Kolbenfüllfederhalter und beim Patronenfüllfederhalter mit Konverter der Tintenaufnahme aus dem Glas. Das ist recht viel verlangt von diesem Winzling. Aus technischer Sicht läuft die Funktion des Tintenleiters darauf hinaus, die Auswirkungen der Erdbeschleunigung und deren Folgen in Bezug auf Adhäsion, Kohäsion, von Kapillarkräften, von atmosphärischem und hydrostatischem Druck einerseits zu harmonisieren und andererseits diese Harmonie bei Bedarf gezielt und kontrolliert aus dem Gleichgewicht zu bringen. Und so funktioniert das in der Praxis: Beim Schreiben soll die Tinte wohldosiert aus ihrem Reservoir im Innern des Gerätes an die Federspitze gelangen. Dazu hat der Tintenleiter auf seiner Oberseite winzige Kanäle, deren Schlitze die Unterseite der Feder berühren müssen, dort, wo der Federschlitz ist. Diese Kanäle führen an den so genannten Ausgleichskammern vorbei, feinen Lamellenstrukturen, die überschüssige Tinte aufnehmen können. Sie sind eine Art Puffer, der beispielsweise dann in Funktion tritt, wenn sich der Luftdruck der Umgebung verändert, wenn Temperaturschwankungen auftreten oder wenn Sie den Füllfederhalter nicht aus der Hand legen, bevor Sie mit ihr kräftig auf den Tisch hauen.

Diese Lamellen bilden einen Zwischenspeicher. Bevor nun Tinte überhaupt aus dem Reservoir fließt, muss sichergestellt sein, dass der in ihm frei werdende Raum sich mit einem anderen Medium füllen kann, nämlich mit Luft aus der Umgebung. Um dies zu ermöglichen, besitzt der Tintenleiter an seiner Unterseite Luftkanäle. Durch sie „schluckt“ er in feinen Bläschen Luft. Auch bei diesem Vorgang kommt die ausgleichende Wirkung der Lamellen ins Spiel.

Größte Präzision im Kleinsten

Selbst der Laie kann sich vorstellen: Es erfordert höchste Präzision, all dies in einem Bauteil von nur 20 mm Länge und nur geringem Durchmesser zu realisieren. Es verlangt auch umfangreiche Berechnungen und – es sei offen gesagt – ein „glückliches Händchen“ bzw. große Erfahrung von den Ingenieuren und Technikern. Ihnen wollen wir hier unsere Reverenz dafür erweisen, das es ihnen immer wieder gelingt, das Wirken der physikalischen Gesetze im Gleichgewicht zu halten und bei Bedarf so aus dem Gleichgewicht zu bringen, damit bei Füllfederhaltern Tinte kontrolliert fließt. Bei dieser Aufgaben helfen uns modernste Verfahren und Maschinen für die Kunststoffverformung. Sie erlauben es, Tintenleiter in höchster Genauigkeit herzustellen, den tausendsten einer Serie ebenso präzise wie den ersten.